WARUM GIBT ES LOS!?

Die Erinnerungen an unsere Schulzeit sind noch sehr präsent.
Es ist für einen hoch kreativen und verspielten jungen Menschen, getrieben von seiner Neugier und Fantasie, schwer, sich dem eher starren Wesen unseres Schulsystems anzupassen. Das liegt weniger an den Schulen und ihren LehrerInnen, als vielmehr am System per se, das kaum „Spielraum“ zulässt.

Konzentration, Selbstorganisation, Merkfähigkeit und Anpassungsfähigkeit werden gefördert, während Kreativität und Aufmerksamkeit, die Steigerung des Selbstbewusstseins und das Wahrnehmen individueller Fähigkeiten oft zu kurz kommen.

Leistung und Ergebnisse sind gefragt: Lerne, was andere bereits entdeckt haben und passe Dich dem System an! Für den schöpferischen Prozess mit all seinen zeitintensiveren Elementen – wie z.B. mehrfachen „Anläufen“, dem erfahrungsbildenden Scheitern – bleibt nur mehr wenig Platz.

Später, in unserer Schauspielausbildung, wurden wir zum ersten Mal innerhalb eines Lernprozesses mit uns selbst konfrontiert. Warum erst jetzt? Warum ging es bisher immer nur darum, was wir nicht können, und nicht darum, was wir können?

Der Entwicklungsprozess, den die Schauspielausbildung bzw. der Beruf losgetreten hat, hält bis heute überraschende Erkenntnisse für uns bereit.

Durch unsere ersten Erfahrungen als TrainerIn wurde uns bewusst, dass Kreativität und Fantasie ungeahnt positive Auswirkungen auf die Persönlichkeit und die Gemeinschaft haben können und wie viel wir auf diesem Gebiet mit der Weitergabe unseres beruflichen Know-Hows bewirken können.

Wir wünschen uns mehr Empathie, Mitgefühl und Achtsamkeit in unserer Gesellschaft und möchten diese Entwicklung in unseren pädagogischen Einrichtungen maßgeblich unterstützen.